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Dunkler Algenwein

Wellness-Wunder: Algen
Grün, glibbrig und manchmal ganz schön explosiv!


Früher kannte man Algen nur als Fischfutter und als Zusatz in Omas Hautcreme. Oder als Extrakt in Badetabletten, die blubbernd in der Wanne schwammen. Doch die harmlosen Meeresbewohner haben es in sich. Alfred Nobel mischte 1866 Nitroglyzerin mit einem Sand aus Kieselalgen. Der Sprengstoff Dynamit war erfunden.
Eine explosive gesundheitliche Wirkung versprechen sich heute wellnessbewusste Zeitgenossen. Für sie gehören Algen auf den Speisezettel. Braun-, Rot- und Grünalgen wachsen in den Weltmeeren von Asien bis Europa, wild oder in Aquakulturen. Auch in Nord- und Ostsee bauen Zuchtfarmen den Seetang an. Etwa 160 Arten sind für den menschlichen Verzehr geeignet. Sie liefern Mineralien, Spurenelemente (vor allem Jod), Vitamine, Eiweiß und Ballaststoffe.

Zu jeder Mahlzeit passt ein Stückchen Gesundheit aus dem Meer. Beim Frühstück steht selbst gebackenes Algenbrot auf dem Tisch. Dazu schmeckt ein Löffel Algenmus aus England. Und in der Tasse dampft ein Wellness-Algentee.
In der Mittagspause dann die Frage: Beim Lieferdienst Maki-Sushi-Rollen mit Nori, getrockneten Tangblättern, bestellen? Oder doch lieber zum Franzosen? Er serviert Rucolasalat und Wakame, die so herrlich frisch nach Meer riechen. Zum Tagesausklang dann ein Gläschen Algenwein mit leichtem Salzmandelaroma und ein paar Algenchips zum Knappern.

Man sollte es allerdings nicht übertreiben. Schon 180 - 200 Mikrogramm Jod decken nach Auskunft der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V." den empfohlenen Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Solveigh Iversen


Nori-Lachs

Fotonachweis:

Algenwein:
O´Well - Ocean Wellness GmbH
Tiessenkai 12
24159 Kiel-Holtenau
Nori-Lachs:
"Deutsche See" Fischmanufaktur

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