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Der duftende Balkon:
Wohlgerüche aus der Mini-Oase


Balkon und Fensterbank sind unsere Verabredung mit der Natur. Hier blüht und gedeiht, was unsere Stimmung auf Touren bringt. Doch wer Geist und Seele richtig baumeln lassen möchte, der sollte auch die Nase nicht vergessen.

Pflanzenduft ist Entspannung pur und macht uns dabei empfänglich für die harmonischen „Duftwellen“ der Natur.

Außer den drei Duftklassikern Geißblatt, Falscher Jasmin und Rosen gibt es eine große Auswahl pflegeleichter Geruchswunder.

Als natürlicher Duftspender empfohlen werden etwa die Zitronenverbene Lippia citriodora, die Myrtus communis oder die mexikanische Orangenblume Choysia ternata.

Auch die Zitronenmelisse oder die Eberraute Artemisia abrotanum schmeicheln unserer Nase und vertreiben zudem lästige Fliegen und Mücken.

Erledigt wird dieser „Geruchsjob“ auch von zahlreichen Minze-Sorten. Achten sollte man allerdings darauf, ob sie sich gut mit der Sonneneinstrahlung vertragen.

Auch Berufstätige, die ihren Balkon nur am Abend nutzen können, müssen auf eine duftende Prise vom Gabentisch der Natur nicht verzichten. Zahlreiche Pflanzen verbreiten ihren Duft erst mit dem Einsetzen des Abends oder der Nacht. Ab etwa neunzehn Uhr duftet die Nachtviole Hesperis matronalis. Eine Stunde später läuft der Ziertabak Nicotiana affinis zu großer Form auf. Und wer erst um zweiundzwanzig Uhr der Nase einen Kick verschaffen möchte, der pflanzt eine Art des Hammerstrauchs, die Cestrum Parqui.

Mit einem bisschen Liebe und dem „grünen Daumen“ lässt sich auf dem Balkon oder der Fensterbank ein regelrechter Geruchs-Cocktail zusammenstellen. Und den kann man ganz ohne Strohhalm genießen.

Paula Persson

Foto© A. A. Wirtz


Helga Urban: Duftpflanzen rund ums Haus
96 Seiten, BLV-Verlag
Eur 7,95

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