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Kibbel-Kabbel und Co.:
Evergreens mit Stöckchen und Murmeln


Die Straßen, auf denen sie einst gespielt wurden, sind längst von Autos erobert. Doch die lange vergessenen Kinderspiele wie Kibbel-Kabbel, Abklatschspiele, Dosenstelzen, Schleuderball, oder „Kaiser, König, Edelmann“ haben ein neues Terrain erobert. Immer öfter werden sie wieder in Hinterhöfen oder auf Spielplätzen gespielt.

Große Vorbereitungen braucht man nicht, denn Geschicklichkeit, viel Bewegung und einfach herzustellende Utensilien reichen aus, um den Wettbewerb „zum Laufen“ zu bringen.

Alle Eltern, die sich ganz schnell mit den Regeln von „Hinkebock“, „Hölle“ oder „Länderklau“ vertraut machen möchten, finden jetzt Hilfe in einem übersichtlichen Ratgeber. „Alte Kinderspiele neu entdecken“, heißt das Buch von Hella Langosch-Fabri und es ist eine wahre Schatztruhe.

Alle Spielanweisungen, Regeln und (soweit nötig) Herstellungstechniken werden genau beschrieben und sind bebildert.

Der Erfolg bei den Kindern ist garantiert, wenn etwa „Armer Schwarzer Kater“ gespielt wird. Dabei übernimmt ein Kind die Rolle eines jämmerlich miauenden Katers, der versucht, die Herzen der umsitzenden Kinder zu erweichen. Die allerdings dürfen mit steinerner Miene nur „Armer Schwarzer Kater“ sagen. Wer lacht, hat verloren. Aber auch mit dem „Nasentanz“, den „Räucherdosen“ oder „Ochs am Berg“ lässt sich jede Kindergesellschaft begeistern.

Beschrieben sind in dem Buch Spiele für drinnen und draußen, Ball- und Laufspiele und für regnerische Tage auch Papier- und Knobelspiele.

Ein weiterer Vorteil dieser traditionellen Spiele darf natürlich nicht unterschlagen werden: Opa und Oma können ohne großes Erklären gleich mit einsteigen.

Janek Vincier


Hella Langosch-Fabri:
Alte Kinderspiele neu entdecken
128 Seiten, Rowohlt
Eur 9,90

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